Landwirtschaft im Klimawandel: Ihre Zukunft – lokal und global

Die KLB Deutschland lädt in Kooperation mit der Akademie Franz Hitze Haus und dem KLB Diözesanverband Münster sowie der Deutschen Kommission Justitia et Pax (Berlin) zum Dialog einLandwirtschaft im Klimawandel: Ihre Zukunft - lokal und global

Seit knapp zwei Jahren widmet sich die Katholische Landvolkbewegung Deutschland (KLB) intensiv dem Thema Landwirtschaft und Klimaschutz und dem Aufbau eines Dialognetzwerkes. Heute sind diese drei eng zusammen gehörenden Facetten in aller Munde. Nicht nur die beiden vergangenen Sommer und die in weiten Teilen des Landes herrschende Dürre haben eindringlich vor Augen geführt, wie sehr auch Deutschland bereits heute vom Klimawandel und seinen Folgen betroffen ist. Die Landwirtschaft ist in besonderer Weise von Wetter und Klima abhängig und wird von dessen Folgen unmittelbar betroffen. Gleichzeitig ist sie zum einen ein Sektor, der einen nicht unerheblichen Anteil an den Ursachen des Klimawandels hat. Zum anderen hat sie vielfältige Möglichkeiten Teil der Lösung der Probleme zu sein und sich hier aktiv einzubringen. Weiterlesen …

Kirche und Land auf der IGW 2020

“Gemeinsam für ein gutes Leben für Alle”

Das Motto des Standes der KLB und des EDL bei der IGW 2020 bestimmte auch die Diskussion auf der Bühne in Halle 27 am Samstagnachmittag.

In guter Tradition diskutierten Gerald Dohme, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Korbinian Obermayer, Bundesvorsitzender der KLB Deutschland und Ricarda Rabe, Vorsitzende des Evangelischen Dienstes auf dem Land miteinander aus Anlass der Internationalen Grünen Woche. Moderiert wurde das Podiumsgespräch von Martha Hänsler von der KLB, die vor allem das Publikum mit drei Leitfragen einband: Worüber ärgern Sie sich? Worüber freuen Sie sich? Was wünschen Sie sich, wenn Sie an das Leben auf dem Land denken? In den Antworten, die Hubert Wernsmann als “Anwalt des Publikums” zusammenfasste, zeigte sich vor allem, dass das Leben auf dem Dorf zwar häufig als defizitär gegenüber städtischem Leben dargestellt wird, die Realität jedoch eine andere ist. Weiterlesen …

Sinnesparcours als Publikumsmagnet

Am Messestand der KLB auf der Grünen Woche in Berlin gab es viele Besucher, darunter auch einiges an Prominenz. 

„Es ist sehr viel los an unserem Messestand.“ Gerd Schneider, Diözesanvorsitzender der Katholischen Landvolkbewegung aus Euerfeld (Landkreis Kitzingen), zeigt sich rundum zufrieden mit dem Auftakt bei der Grünen Woche in Berlin. Neben vielen Besuchern war auch Prominenz aus Politik und Verbänden an den ersten beiden Tagen am KLB-Stand in Halle 27, allen voran der Vizepräsident des Deutschen Bundestags und frühere Bundesminister Hans-Peter Friedrich, einige Landtagsabgeordnete, Vertreter des Bauernverbands und sogar eine Hoheit, die Rapsblütenkönigin samt Prinzessin aus Gettdorf.  Sinnesparcours als Publikumsmagnet

Gemeinsam mit dem Evangelischen Dienst auf dem Land (EDL) hat das Landvolk in Berlin einen Messestand, der in diesem Jahr von der KLB aus der Diözese Würzburg betreut wird. „Vor allem unser Sinnesparcours kommt gut an“, berichtet Schneider. Dabei können die Menschen in elf Milchkannen Federn, Eierschalen, Weizen oder Stroh erfühlen. „Die Leute bleiben stehen und so kommt man ins Gespräch“, erklärt der Diözesanvorsitzende.

Denn darum geht es der KLB vornehmlich. Mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, über Gott, das Landvolk oder das Leben auf dem Land, die Landwirtschaft und auch über persönliche Fragen. Dafür bietet die kleine Holzkirche, die extra aus Freiburg angeliefert wurde, eine gute Gelegenheit, sich zurück zu ziehen, um im Messetrubel zur Ruhe zu finden oder miteinander sprechen zu können. Zweimal am Tag um 12 und 17 Uhr erklingt zudem die Glocke des vier mal drei Meter großen Kapellchens und ruft die Messebesucher zu Meditation und Musik. Oder wenn ein neugieriges Kind einen Blick in die Messekirche werfen will und dann auch mal läuten darf. Sinnesparcours als Publikumsmagnet

Ein Jahr liefen in der Diözese Würzburg unter Federführung von KLB-Bildungsreferent Dr. Wolfgang Meyer zu Brickwedde die Vorbereitungen auf das Großereignis. Gemeinsam mit einem Team von elf Ehrenamtlichen aus ganz Unterfranken sorgt er für die Betreuung des Messestands. Für die hieß es schon zwei Tage vor Eröffnung der Messe kräftig anpacken, denn der Aufbau des Stands und der Holzkirche wurde weitgehend in Eigenleistung gestemmt. „Die Kirche kann man komplett ohne eine einzige Schraube aufstellen“, zeigte sich Schneider beeindruckt. Trotzdem waren alle froh, dass ein gelernter Schreiner beim Aufbau mit Hand legte. Denn allein den 4,5 Meter hohen Glockenturm zu errichten war kein Papenstiel.

Wer den Stand der KLB in Halle 27 auf der Grünen Woche besuchen möchte, kann dies noch die ganze Woche bis einschließlich Sonntag, 26. Januar tun. Über 1.800 Aussteller aus 72 Ländern sind vertreten, Partnerland ist heuer Kroatien. Sinnesparcours als Publikumsmagnet

Autor: Walter Sauter – Fotos Gerd Schneider

 

 

Neue Bundesgeschäftsführerin für die KLB Deutschland!

Bettina Locklair nimmt mit Beginn des Jahres ihre Tätigkeit auf

Mit dem Jahreswechsel geht in der Bundesgeschäftsstelle der Katholischen Landvolkbewegung Deutschland eine Ära zu Ende. Nach 17 Jahren Aufgabenwahrnehmung für die KLB verabschiedet sich Katharina Knierim in den Ruhestand. Zur Nachfolgerin wurde die Juristin Bettina Locklair auf der Bundesversammlung gewählt und nimmt nun die Tätigkeit auf.

Bettina Locklair kennt die KLB seit vielen Jahren, zunächst aufgrund einer engen Zusammenarbeit als sie selbst noch im Kommissariat der Deutschen Bischöfe in Berlin beschäftigt war. Später wurde sie stellvertretende Bundesvorsitzende der KLB und hat somit auch die Seite der ehrenamtlichen Aufgabenwahrnehmung kennengelernt. Neben der ohne Zweifel wichtigen Agrarpolitik liegen ihr die Themen, die das Leben der Menschen in den ländlichen Regionen betreffen, am Herzen. Wie kann der ländliche Raum lebenswert erhalten oder wieder neugestaltet werden? Wie gelingt es die für ein gutes Leben erforderliche Infrastruktur für und mit den Menschen vor Ort zu schaffen? Wie können wir ein Leben mit Blick auf die begrenzten Ressourcen unseres Planten führen? Diese und weitere Fragen stellen sich ihr auch ganz persönlich, ist sie doch in der Uckermark, nordöstlich von Berlin beheimatet.

„Ich freue mich auf die Aufgabe in der KLB, die Themen, die wir bearbeiten und diskutieren werden, die Menschen, denen ich begegnen darf, und viele spannende Diskussionen. Das herausragende an der KLB ist, dass hier Menschen engagiert sind, die nicht nur diskutieren, sondern die angesprochenen Dinge anpacken und umsetzen! So sind wir Teil der Veränderung und gestalten sie!“

Termine 2020

Termine 2020

  • 28.02.-01.03.2020     Landwirtschaft im Klimawandel: Ihre Zukunft – Lokal und Global –
    Tagung im Akademie Franz Hitze Haus Münster
  • 19.03.2020                   e.V. Sitzung Bonifatiushaus Fulda
  • 19.03.-20.03.2020     Frühjahrstagung Bonifatiushaus Fulda
  • 07.05.-10.05.2020     Bundesversammlung in Straßburg
  • 22.10.-23.10.2020     Herbsttagung Mainz

 

„Humusaufbau und Agroforst für eine klimagerechte Landwirtschaft“

Die KLB Deutschland unterstützt den offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, den Sarah Schulte-Döinghaus (KLJB-Bundesvorsitzende) und Niklas Wagener (Mitglied des Bundesvorstands der Grünen Jugend) formuliert haben. Sie fordern:

  1. Die Einhaltung des 1,5°-Ziels in der Landwirtschaftspolitik.
  2. Die Anerkennung und die Förderung der Umweltleistungen der Landwirtschaft:
    Vom CO2-Emittenten zur CO2-Senke.
  3. Degradierungsprozesse auf Acker- und Grünlandstandorten aufzuhalten.
  4. Die Förderung von Agroforst-Flächen.

Die Details zu den Forderungen finden Sie im vollständigen offenen Brief: Offener Brief an Klöckner_Humusaufbau und Agroforst

https://www.kljb.org/2019/09/16/klimagerechte-landwirtschaft-jetzt/

“Rettet die Bienen”

Als Aufruf zum Dialog versteht sich die gemeinsame Stellungnahme kirchlicher Landorganisationen zum Volksbegehren “Rettet die Bienen”.
Obwohl das Grundanliegen befürwortet wird, sehen die Unterzeichner weitreichende Konsequenzen für Landwirtschaft und Gesellschaft, die
nicht näher betrachtet werden. Weiterlesen …

Positionspapier der KLB Passau zu “Landwirtschaft und Klimaschutz”

Die KLB setzt sich für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ein. Es gilt, die Erde, “unser gemeinsames Haus” für alle jetzt lebenden Menschen und die zukünftigen Generationen so zu bewahren, dass ein menschenwürdiges Leben möglich ist. Die fortschreitende Erderwärmung stellt dieses Ziel grundlegend in Frage. Daher hat die KLB Passau bei ihrer letzten Diözesanversammlung ein Positionspapier zum Thema “Landwirtschaft und Klimaschutz” beschlossen.  Positionspapier der KLB Passau zu "Landwirtschaft und Klimaschutz"
Das Positionspapier finden Sie hier:

 

KLB unterstützt „Fridays for Future“

Pressemitteilung 22. Mai 2019

Die Katholische Landvolkbewegung Deutschland solidarisiert sich mit „Fridays for Future“

Mit Protestaktionen in mehr als 100 Ländern und allein in Deutschland in fast 200 Orten setzen hunderttausende Schülerinnen und Schüler seit Wochen ein eindrucksvolles Zeichen für ein konsequenteres Eintreten gegen die Klimakrise und für eine sichere Zukunft.

Gemeinsam mit 15 Landeskirchen, kirchlichen Einrichtungen und Organisationen im Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit zollt die Katholische Landvolkbewegung Deutschland den Schülerinnen und Schülern großen Respekt und unterstützt die Anliegen der jungen Generation. Weiterlesen …