Gemeinsame Erklärung der Katholischen Landvolkbewegung Deutschland und der Katholischen Landvolkbewegung Bayern

Nur gemeinsam ist die Ernte einzubringen

Corona lässt uns anders auf Gewohntes schauen

Durch die Corona-Pandemie werden Hundertausende der jährlich in Deutschland tätigen Saisonarbeiter*Innen nicht zur Verfügung stehen. Damit dennoch die Felder bewirtschaftet und die Ernte eingebracht werden kann, benötigen die Landwirt*Innen viele starke und unterstützende Hände. Gleichzeitig gibt es in Deutschland immer mehr Menschen, die derzeit in ihrem normalen Beruf nicht tätig sein können. Hier finden sich viele, die freiwillig helfen wollen. Die Katholische Landvolkbewegung begrüßt daher Regelungen, die hier ansetzen und mit denen versucht wird, Kurzarbeitende, Flüchtlinge oder Schülerinnen und Schüler sowie Studierende und Arbeitssuchende auf die Felder zu bringen. Weiterlesen …

Gemeinsame Vorschläge zur GAP von EDL und KLB

Die Katholische Landvolkbewegung Deutschland (KLB) und der evangelische Dienst auf dem Land (EDL) haben sich intensiv mit der Neuausrichtung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik befasst. In der jetztigen Ausnahmesituation durch die Corona-Pandemie zeigt sich, wie wichtig eine regionale Wirtschaft und insbesondere eine regionale Versorgung mit Lebensmittel ist. Hierzu tragen die bäuerlichen Familienbetriebe in Deutschland in großem Maße bei. Sie gilt es auch bei der Neuausrichtung der GAP zu stützen.

Auf der Basis unseres Leitbildes einer nachhaltigen Landwirtschaft in ökonomischer, sozialer und ökologischer Dimension und mit dem Fokus auf die bäuerliche Landwirtschaft mit inhabergeführten Betrieben, die eigenverantwortlich arbeiten und sich einer auf zukünftige Generationen ausgerichteten Erzeugung von Mitteln zum Leben, einer ressourcenschonenden Wirtschaftsweise, dem Schutz der Umwelt, dem Erhalt der natürlichen Artenvielfalt und dem Respekt vor den Mitgeschöpfen und der Schöpfung verantwortlich fühlen, haben wir den vorliegenden Entwurf der EU-Kommission für eine neue europäische Agrarpolitik betrachtet und bewertet. Dabei ergeben sich aus unserer Sicht einige notwendige Änderungsbedarfe, die Sie in der angehängten Stellungnahme im Einzelnen finden.

Wir freuen uns, wenn wir damit die Diskussion zur Europäischen Agrarpolitik bereichern und die aus unserer Sicht dringend gebotene Berücksichtigung der Belange bäuerlicher Familienbetriebe fördern können.

Die gemeinsame Erklärung finden Sie in der pdf-Datei

Gemeinsame Vorschläge zur GAP KLB und EDL – final

 

Landwirtschaft im Klimawandel: Ihre Zukunft lokal und global

Landwirtschaft im Klimawandel: Ihre Zukunft lokal und global

Christoph Bals, Germanwatch (Foto: Luise Richard)

Die Situation der Landwirtschaft im Kontext des Klimawandels besser zu verstehen und Handlungsoptionen auszuloten, dazu trugen ca. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland bei. Konkret waren es in den Vorträgen, Dialogen und Workshops engagierte Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Verbänden, Beratung, entwicklungspolitischen Organisationen, Wissenschaft und Kirche. Deutlich wurde, dass die dringlichen, notwendigen Transformationsprozesse auf der Ebene der Verbraucherinnen und Verbraucher ein deutlich anderes Konsum- und v.a. Ernährungsverhalten bedeuten, auf der Ebene der Landwirtschaft neue, auch grundlegend andere Geschäftsmodelle. Einigkeit bestand darin, dass dazu ein Gesellschaftsvertrag von Nöten ist. Hilfreich kann dabei als ethischer roter Faden die Enzyklika Laudato si sein.

Die Kooperationsveranstaltung von Akademie Franz Hitze Haus mit der Katholischen Landvolkbewegung (Bundesverband), der Katholischen Landvolkbewegung im Bistum Münster und der Deutschen Kommission Justitia et Pax fand vom 28.2. bis 1.3.2020 in Münster  statt.

Hier finden Sie die Tagungsbeiträge zum download:

Weiterlesen …

Kirche und Land auf der IGW 2020

“Gemeinsam für ein gutes Leben für Alle”

Das Motto des Standes der KLB und des EDL bei der IGW 2020 bestimmte auch die Diskussion auf der Bühne in Halle 27 am Samstagnachmittag.

In guter Tradition diskutierten Gerald Dohme, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Korbinian Obermayer, Bundesvorsitzender der KLB Deutschland und Ricarda Rabe, Vorsitzende des Evangelischen Dienstes auf dem Land miteinander aus Anlass der Internationalen Grünen Woche. Moderiert wurde das Podiumsgespräch von Martha Hänsler von der KLB, die vor allem das Publikum mit drei Leitfragen einband: Worüber ärgern Sie sich? Worüber freuen Sie sich? Was wünschen Sie sich, wenn Sie an das Leben auf dem Land denken? In den Antworten, die Hubert Wernsmann als “Anwalt des Publikums” zusammenfasste, zeigte sich vor allem, dass das Leben auf dem Dorf zwar häufig als defizitär gegenüber städtischem Leben dargestellt wird, die Realität jedoch eine andere ist. Weiterlesen …

Sinnesparcours als Publikumsmagnet

Am Messestand der KLB auf der Grünen Woche in Berlin gab es viele Besucher, darunter auch einiges an Prominenz. 

„Es ist sehr viel los an unserem Messestand.“ Gerd Schneider, Diözesanvorsitzender der Katholischen Landvolkbewegung aus Euerfeld (Landkreis Kitzingen), zeigt sich rundum zufrieden mit dem Auftakt bei der Grünen Woche in Berlin. Neben vielen Besuchern war auch Prominenz aus Politik und Verbänden an den ersten beiden Tagen am KLB-Stand in Halle 27, allen voran der Vizepräsident des Deutschen Bundestags und frühere Bundesminister Hans-Peter Friedrich, einige Landtagsabgeordnete, Vertreter des Bauernverbands und sogar eine Hoheit, die Rapsblütenkönigin samt Prinzessin aus Gettdorf.  Sinnesparcours als Publikumsmagnet

Gemeinsam mit dem Evangelischen Dienst auf dem Land (EDL) hat das Landvolk in Berlin einen Messestand, der in diesem Jahr von der KLB aus der Diözese Würzburg betreut wird. „Vor allem unser Sinnesparcours kommt gut an“, berichtet Schneider. Dabei können die Menschen in elf Milchkannen Federn, Eierschalen, Weizen oder Stroh erfühlen. „Die Leute bleiben stehen und so kommt man ins Gespräch“, erklärt der Diözesanvorsitzende.

Denn darum geht es der KLB vornehmlich. Mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, über Gott, das Landvolk oder das Leben auf dem Land, die Landwirtschaft und auch über persönliche Fragen. Dafür bietet die kleine Holzkirche, die extra aus Freiburg angeliefert wurde, eine gute Gelegenheit, sich zurück zu ziehen, um im Messetrubel zur Ruhe zu finden oder miteinander sprechen zu können. Zweimal am Tag um 12 und 17 Uhr erklingt zudem die Glocke des vier mal drei Meter großen Kapellchens und ruft die Messebesucher zu Meditation und Musik. Oder wenn ein neugieriges Kind einen Blick in die Messekirche werfen will und dann auch mal läuten darf. Sinnesparcours als Publikumsmagnet

Ein Jahr liefen in der Diözese Würzburg unter Federführung von KLB-Bildungsreferent Dr. Wolfgang Meyer zu Brickwedde die Vorbereitungen auf das Großereignis. Gemeinsam mit einem Team von elf Ehrenamtlichen aus ganz Unterfranken sorgt er für die Betreuung des Messestands. Für die hieß es schon zwei Tage vor Eröffnung der Messe kräftig anpacken, denn der Aufbau des Stands und der Holzkirche wurde weitgehend in Eigenleistung gestemmt. „Die Kirche kann man komplett ohne eine einzige Schraube aufstellen“, zeigte sich Schneider beeindruckt. Trotzdem waren alle froh, dass ein gelernter Schreiner beim Aufbau mit Hand legte. Denn allein den 4,5 Meter hohen Glockenturm zu errichten war kein Papenstiel.

Wer den Stand der KLB in Halle 27 auf der Grünen Woche besuchen möchte, kann dies noch die ganze Woche bis einschließlich Sonntag, 26. Januar tun. Über 1.800 Aussteller aus 72 Ländern sind vertreten, Partnerland ist heuer Kroatien. Sinnesparcours als Publikumsmagnet

Autor: Walter Sauter – Fotos Gerd Schneider

 

 

Neue Bundesgeschäftsführerin für die KLB Deutschland!

Bettina Locklair nimmt mit Beginn des Jahres ihre Tätigkeit auf

Mit dem Jahreswechsel geht in der Bundesgeschäftsstelle der Katholischen Landvolkbewegung Deutschland eine Ära zu Ende. Nach 17 Jahren Aufgabenwahrnehmung für die KLB verabschiedet sich Katharina Knierim in den Ruhestand. Zur Nachfolgerin wurde die Juristin Bettina Locklair auf der Bundesversammlung gewählt und nimmt nun die Tätigkeit auf.

Bettina Locklair kennt die KLB seit vielen Jahren, zunächst aufgrund einer engen Zusammenarbeit als sie selbst noch im Kommissariat der Deutschen Bischöfe in Berlin beschäftigt war. Später wurde sie stellvertretende Bundesvorsitzende der KLB und hat somit auch die Seite der ehrenamtlichen Aufgabenwahrnehmung kennengelernt. Neben der ohne Zweifel wichtigen Agrarpolitik liegen ihr die Themen, die das Leben der Menschen in den ländlichen Regionen betreffen, am Herzen. Wie kann der ländliche Raum lebenswert erhalten oder wieder neugestaltet werden? Wie gelingt es die für ein gutes Leben erforderliche Infrastruktur für und mit den Menschen vor Ort zu schaffen? Wie können wir ein Leben mit Blick auf die begrenzten Ressourcen unseres Planten führen? Diese und weitere Fragen stellen sich ihr auch ganz persönlich, ist sie doch in der Uckermark, nordöstlich von Berlin beheimatet.

„Ich freue mich auf die Aufgabe in der KLB, die Themen, die wir bearbeiten und diskutieren werden, die Menschen, denen ich begegnen darf, und viele spannende Diskussionen. Das herausragende an der KLB ist, dass hier Menschen engagiert sind, die nicht nur diskutieren, sondern die angesprochenen Dinge anpacken und umsetzen! So sind wir Teil der Veränderung und gestalten sie!“

Termine 2020

Termine 2020

  • 07.05.-10.05.2020     Bundesversammlung in Straßburg abgesagt
  • 22.10.-23.10.2020     Herbsttagung Mainz

 

„Humusaufbau und Agroforst für eine klimagerechte Landwirtschaft“

Die KLB Deutschland unterstützt den offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, den Sarah Schulte-Döinghaus (KLJB-Bundesvorsitzende) und Niklas Wagener (Mitglied des Bundesvorstands der Grünen Jugend) formuliert haben. Sie fordern:

  1. Die Einhaltung des 1,5°-Ziels in der Landwirtschaftspolitik.
  2. Die Anerkennung und die Förderung der Umweltleistungen der Landwirtschaft:
    Vom CO2-Emittenten zur CO2-Senke.
  3. Degradierungsprozesse auf Acker- und Grünlandstandorten aufzuhalten.
  4. Die Förderung von Agroforst-Flächen.

Die Details zu den Forderungen finden Sie im vollständigen offenen Brief: Offener Brief an Klöckner_Humusaufbau und Agroforst

https://www.kljb.org/2019/09/16/klimagerechte-landwirtschaft-jetzt/

“Rettet die Bienen”

Als Aufruf zum Dialog versteht sich die gemeinsame Stellungnahme kirchlicher Landorganisationen zum Volksbegehren “Rettet die Bienen”.
Obwohl das Grundanliegen befürwortet wird, sehen die Unterzeichner weitreichende Konsequenzen für Landwirtschaft und Gesellschaft, die
nicht näher betrachtet werden. Weiterlesen …